DiscMaxx HydroGel

DiscMaxx HydroGel – Das Hydrogel-Implantat für den Bandscheibenkern

Einführung

Wie entsteht eine Degeneration der Bandscheiben?

Die Wirbelsäule besteht aus vielen kleinen Knochen - den Wirbelkörpern - die über die Bandscheiben miteinander verbunden sind. Bandscheiben sind elastisch, sie wirken als Dämpfer zwischen den einzelnen Wirbelkörpern und federn Stoßbewegungen wie z.B. durch Springen oder Laufen verursacht, ab. Im Laufe des Alterungsprozesses verschleißt die Bandscheibe, sie dehydriert und verliert an Wasser. Diese Degeneration kann zu Entzündungen und Schmerzen in der betroffenen Bandscheibenregion führen. Die sogenannte Black Disc und Modic Changes sind Ausprägungen der Bandscheibendegeneration und können behandelt werden. Die Erkrankung wird auch als degeneratives Bandscheibensyndrom bezeichnet.

Wie kann eine degenerierte Bandscheibe behandelt werden?

Chronische Rückenschmerzen, die im Zusammenhang mit einer Degeneration der Bandscheibe stehen, werden bisher mit gängigen konservativen Methoden behandelt. Dazu zählen beispielweise die Schmerzmedikation, Injektionen oder Physiotherapie. Wenn diese Behandlungen keine Wirkung zeigen, werden komplexere und invasive Behandlungen herangezogen, wie z. B. eine operative Wirbelsäulenstabilisierung. Bei solchen Prozeduren wird die Bandscheibe irreversibel ersetzt, sodass längere Genesungszeiten und eine Beeinträchtigung im Alltag nicht auszuschließen sind. DiscMaxx HydroGel bietet eine schonende Alternative für Patienten, bei denen konservative Methoden keinen langfristigen Erfolg bringen.

Produktinformationen

Wie wirkt DiscMaxx HydroGel?

Die spezielle Zusammensetzung von DiscMaxx HydroGel™ zieht Wasser an, welches dann in dem polymeren Netzwerk und somit in der Bandscheibe gespeichert wird. Das Hydrogel quillt auf und entfaltet innerhalb von 24 Stunden seine volle Größe. Das Volumen und die Dämpfung des Bandscheibenkerns werden verbessert und der saure pH-Wert neutralisiert. Die Bandscheibe wird nachhaltig hydriert und mit Wasser versorgt, Tag und Nacht. Durch die Veränderung des Milieus und des Volumens des Bandscheibenkerns werden die angrenzenden Nerven einer geringeren chemischen und mechanischen Belastung ausgesetzt - die Schmerzen werden dadurch verringert. Mithilfe von DiscMaxx HydroGel™ können die Eigenschaften einer degenerierten Bandscheibe nachhaltig verbessert werden.

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Aus welchem Material besteht DiscMaxx HydroGel?

DiscMaxx HydroGel™ besteht aus einem speziellen Hydrogel - dem HPAN. Es ähnelt der Zusammensetzung von Kontaktlinsen, die nachweislich sicher sind und das Auge langfristig mit Feuchtigkeit versorgen, statt auszutrocknen. Ein Hydrogel ist ein in Wasser gequollenes hydrophiles Polymernetzwerk.

Indikationen

Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit DiscMaxx HydroGel Erfolg bringt?

Folgende Voraussetzungen müssen gegeben sein:

  • Symptome einer degenerativen lumbalen Wirbelsäulenerkrankung länger als 3 Monate
  • Degeneration von maximal zwei Lendenwirbelsegmenten
  • radiologisch gesicherte degenerative Bandscheibenerkrankung
  • erfolglose ambulante konservative Therapie für mindestens 3 Monate erhöhtes Schmerzniveau

Es gibt auch einige Kontraindikationen, d.h. Gegebenheiten, die gegen eine Behandlung mit DiscMaxx HydroGel sprechen. Bitte klären Sie in jedem Falle mit einem Arzt, ob die Behandlung für Sie in Frage kommt.

Behandlung

Was muss ich vor der Behandlung beachten?

Zunächst wird Ihr behandelnder Arzt eine genaue Untersuchung durchführen - mithilfe von MRT, Diskographie oder Infiltration sowie Ihrer detaillierten Beschreibung lässt sich die Schmerzherkunft genau feststellen. Falls die Schmerzen durch die Bandscheibe bedingt sind, bespricht der Arzt mit Ihnen, ob eine Behandlung mit DiscMaxx HydroGel™ für Sie in Frage kommt.

Wie läuft die Behandlung ab?

Während der Behandlung liegen Sie auf dem Bauch. Unter lokaler Anästhesie und Dämmerschlaf wird über eine schmale Inzision eine Nadel in die schmerzende Bandscheibe eingebracht, über die auch das Implantat eingeführt wird. Nachdem DiscMaxx HydroGel™ platziert wurde, wird die Nadel wieder entfernt und die Hautinzision verschlossen. Die gesamte Prozedur dauert ca. 15 bis 30 Minuten.

Was passiert direkt nach der Behandlung?

Ihr Zustand wird nach der Behandlung genau beobachtet. Manche Patienten fühlen sich schon wenige Stunden nach dem Eingriff wieder fit. Jedoch ist es ratsam, dass Sie noch zwei Tage in der Klinik bleiben, damit Ihr Schmerzverlauf und die Implantatpositionierung beobachtet werden können. Sie sollten sich nach der Behandlung ausruhen und nur eingeschränkt belasten. Die meisten Patienten können in weniger als einer Woche nach der Behandlung wieder in den Berufsalltag zurückkehren. Möglicherweise bereiten Ihnen nach dem Eingriff kleine blaue Flecken von der Nadelinzision noch leichten Schmerz. Die Symptome der Bandscheibendegeneration verbessern sich meist innerheralb von ca. zwei Wochen.

FAQ - Patienten

Kommt DiscMaxx HydroGel™ für mich in Frage?

Das Produkt ist für Sie geeignet, wenn

  • Sie Schmerzen in der Hals- oder Lendenwirbelsäule haben, die nur gering bis gar nicht in die Arme oder Beine ausstrahlen (keine Radikulopathie) und eindeutig durch die Bandscheiben und nicht durch die Facettengelenke bedingt sind (Ihre Schmerzen sollten mittels einer sogenannten Diskographie oder anderer Methoden eindeutig lokalisiert werden).
  • konservative Methoden Ihnen keine Schmerzlinderung bereiten konnten.
  • Ihre betroffene Bandscheibe bereits schwarz auf den MRT-Aufnahmen ist.
  • Sie keinen akuten Bandscheibenvorfall (Prolaps) haben, sondern Ihre Bandscheibe ggf. in den Spinalkanal vorgewölbt ist (Protrusion).
  • Ihre Bandscheibe etwa zur Hälfte erhalten ist.

Was spricht gegen eine Behandlung mit DiscMaxx HydroGel™?

Gegen die Behandlung sprechen eine zu stark fortgeschrittene Degeneration an den Bandscheiben und Wirbelkörpern (Stenose, Spondylolisthesis, akute Brüche), vorausgegangene Operationen im betroffenen Bereich, metabolische Knochenfunktionsstörungen, ein BMI größer 35, eine Schwangerschaft oder akute Infektionen.

Was bewirkt DiscMaxx HydroGel™?

Die spezielle Materialzusammensetzung von DiscMaxx HydroGel™ zieht Wasser (aus der körpereigenen Flüssigkeit) an. Das Wasser wird in dem polymeren Netzwerk der Implantate gespeichert und quillt auf das 10-fache an und erhöht so das Volumen und die Dämpfung der Bandscheibe. Zudem neutralisiert es den sauren pH-Wert. Anliegende Nerven werden geringeren chemischen und mechanischen Reizen ausgesetzt. Die Bandscheibe wird nachhaltig hydriert und mit Wasser versorgt, Tag und Nacht. Mithilfe von DiscMaxx HydroGel™ können die Eigenschaften einer degenerierten Bandscheibe wieder verbessert werden – es verstärkt die vorhandene Bandscheibe und verbessert die chemischen Eigenschaften - jedoch erfolgt keine signifikante Bandscheibenerhöhung.

Bin ich direkt nach der Behandlung schmerzfrei?

Das ist nicht eindeutig zu beantworten. Der Erfolg der Behandlung hängt in erster Linie davon ab, ob der Schmerz richtig lokalisiert wurde und die Indikation zutrifft. Wenn der Schmerz tatsächlich von der Bandscheibe kommt, dann kann es sein, dass Sie bereits wenige Tage nach der Behandlung ein geringeres Schmerzempfinden haben. Aufgrund des Schmerzgedächtnisses kann es bei einigen Patienten aber auch ein paar Wochen oder Monate dauern bis der Schmerz sich deutlich verringert.

Übernehmen die Krankenkassen den Eingriff?

Ja, es übernehmen alle privaten und gesetzlichen Krankenkassen den stationären Eingriff dieser Methode. Eine ambulante Behandlung ist nicht zu empfehlen.

Wie schnell bin ich nach der Behandlung wieder fit?

Das hängt davon ab, wie es Ihnen vor der Behandlung erging und wie Sie die leichte Narkose vertragen. Die meisten Patienten können wenige Tage nach der Entlassung wieder arbeiten und leichten Sport treiben.

Aus welchem Material besteht DiscMaxx HydroGel™?

DiscMaxx HydroGel™ besteht aus einem speziellen Hydrogel - dem HPAN. Es ähnelt der Zusammensetzung von Kontaktlinsen, die nachweislich sicher sind und das Auge langfristig mit Feuchtigkeit versorgen, anstatt es auszutrocknen. Ein Hydrogel ist ein in Wasser gequollenes hydrophiles Polymernetzwerk.

Kann das Material allergische Reaktionen oder Abstoßreaktionen hervorrufen?

Dies ist extrem unwahrscheinlich. Das Material ist höchst biokompatibel und wurde mehreren toxikologischen Testungen unterzogen. Aufgequollen besteht es zu 90% aus körpereigener Flüssigkeit. Bisher sind keine Fälle bekannt.

Löst sich das Material irgendwann auf?

Bis dato zeigen die Implantate keinen Strukturverlust.

Gibt es Risiken bei der Behandlung mit DiscMaxx HydroGel™?

Die Risiken sind produktseitig aufgrund der hohen Biokompatibilität und im Vergleich zu anderen Wirbelsäulenoperationen sehr gering. Das Implantat ist sehr elastisch und kann daher keinen Nervenschaden anrichten, zudem besteht es nach der Hydration zu 90% aus körpereigener Flüssigkeit.

Wie jedes Implantat, birgt auch DiscMaxx Hydro­Gel™ Risiken:

  • falsche Positionierung
  • Zweitoperation (z.B. bei Prolaps), um Implantat zu entfernen
  • Wirkungslosigkeit.

Gibt es Langzeitergebnisse zur Wirkung von DiscMaxx HydroGel?

DiscMaxx HydroGel™ wird seit 2010 erfolgreich bei Patienten eingesetzt und in Fallstudien dokumentiert. Die bisherigen Ergebnisse sprechen für die Wirkung des Produktes - sodass die Langzeitergebnisse ebenfalls vielversprechend sind. Es müssen jedoch weitere Patienten mit DiscMaxx HydroGel™ versorgt und die Ergebnisse dokumentiert werden, um die bisherigen beobachteten Erfolge von ca. 80% klinisch belegen zu können.

Kontakt

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